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Berlin feiert Weltpremiere der Revue “Yma”

Verfasser: Martin Brand Berlin, 06.09.2010, 11:00 Uhr
Presse-Ressort von: Martin Brand Bericht 3413x gelesen
Frauen beim Wassercatchen mit betörender Lust
Frauen beim Wassercatchen mit betörender Lust  Bild: Martin Brand

Berlin [ENA] 4. September 2010 - Jubelrufe und donnernder Applaus für betörende Lust und viel nackte Haut. Uraufführung der Revue „Yma – zu schön um wahr zu sein“ mit 2000 Premierengästen und eine Welt voller Ästhetik, Provokation und betörender Lust mit mehr als 100 Künstlern.

Im traditionsreichen Berliner Friedrichstadtpalast feierte die Revue "Yma" (gesprochen: Ima) am Donnerstagabend (2.9.2010) Weltpremiere. Die spektakuläre knapp zwei Stunden lange Uraufführung zeigt auf der größten Theaterbühne der Welt mit ihren zahllosen Hebe-, Senk- und Drehmechanismen Bilder, die Deutschland so noch nicht gesehen hat. So lassen gutgebaute Männer hinter Milchglas die Hüllen fallen, und verruchte Nixen in Minimalfummeln räkeln sich lasziv verführerisch in einem Wasserbecken. Ebenso ziehen faszinierende Bühnenbilder und Lichteffekte mit riesigen LED-Flächen mit mehr als 300 000 Lampen die 2000 Premierengäste in ihren Bann.

Frauen beim Wassercatchen
Ein Feuerwerk der Verführung
Größte Weltbühne

Und aus dem überdimensionierten Boxenturm wummert und dröhnt die von oben live eingespielte Musik mit aufgepeppten Ohrwürmern wie Herbert Grönemeyers „Männer“, Michael Jacksons „Muscles“ und James Browns „Sexmachine“. Da erklimmen Männer in Spider-Manier senkrecht die Hauswand, da verbiegt sich ein Akrobat bis zur Schmerzgrenze, da fliegt ein ukrainisches Artisten-Duo auf kaum erklärbare Weise durch die Luft.

Welt voller Provokationen
Aus Boxenturm dröhnt Musik
Beeindruckende Massenszenen

Weltberühmte Girlreihe Größter Eycatcher sind jedoch trotz sparsamen Gebrauch des hauseigenen Weltklasseballetts, die 60 Frauen und Männer. Die weltberühmte Girlreihe ist einfach nicht zu toppen. Wenn 32 langbeinige Frauen gleichzeitig ihre Beine in die Höhe schwingen, kann man nicht anders als erstaunt hinschauen. Auch der urplötzliche Übergang zum Wasserballett – ein absoluter Höhepunkt von „Yma“.

Weltberühmte Girlreihe
32 langbeinige Frauen
Grandioses Wasserballett

Trotzdem fehlte der Zauber und das gewisse Etwas.

Um an den Erfolg vom Vorgänger „Qi“ anzuschließen, hatten die Macher erneut das hauseigene Weltklasse-Ballett konsequent in den Hintergrund verbannt. So überzeugte die Show mehr mit überragendem Bühnenbild, Kostümen und Band als mit Tanz.

Grandiose Tanz-Choreografien mit Tänzern aus aller Welt, die unbestritten artistisch begabt sind, machen die neue Revue einzigartig. Da gibt es keine Diskussionen. Gleichwohl hat man das Gefühl, dass die Handlung auf der Bühne gegenüber den technischen Meisterleistungen ein wenig in den Hintergrund tritt. Jedoch die Solosänger brillierten mit starken Stimmen – und dennoch fehlte das gewisse Etwas und der Zauber.

"...ich bin prosexuell"

Yma ist die Traumfrau, die durch die neue Revue führt. Wespentaille, Greta-Garbo-Welle, stimmgewaltig, lange Beine.

Und, so stellt sich am Ende überraschend heraus, dass sie von einem Mann (Andreas Renee Swoboda) gespielt wird. Dennoch - größter Schwachpunkte der Show die Moderationstexte von Yma. „Ich bin prosexuell, eine Art Alice im Durcheinanderland.“ Ein einziges Sinnieren über Männer, Frauen, Liebe und Beziehungen zwischen den einzelnen Show-Acts ging eher ins Oberflächliche, ja mitunter auch ins Peinliche, als dass es zum kreativen Nachdenken anregte.

Gleichwohl geht ein großes Lob an die Band (anwesend, aber seltsamerweise unsichtbar). Der Musikstil und - rhythmus ändert sich im Laufe der Show im Eiltempo. So geht es vom 50er Jahre Stil über Jazz und Tango bis hin zur elektronischen Musik. Hier möchte man einfach mittanzen.

Berlins Modezar Michael Michalsky entwarf die 500 Kostüme

Solisten, Tänzer und Artisten rockten in Michalsky-Couture über die Bühne. „Hier konnte ich mich mal richtig austoben", frohlockte Michalsky, Berlins Karl Lagerfeld, der sich von Cher und Lady Gaga für die mehr als 500 Kostüme inspirieren ließ. Allein für den Girl-Tanz wurden 32 Bodys per Hand mit je 200 Glitzersteinen bestickt.

Vorbild Lady Gaga u. Cher
Michalsky mit J. Elbershagen
32 Bodys per Hand bestickt

Nach der viel umjubelten Premiere am Donnerstagabend steht die acht Millionen Euro teure Revue „Yma – zu schön, um wahr zu sein“ zwei Jahre auf dem Spielplan, sechs Tage die Woche. Rund 120 000 Karten sind bereits verkauft.

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