Donnerstag, 23.02.2012 14:36 Uhr

Besucheransturm auf die Humboldt-Box in Berlin

Verfasser: Martin Brand Berlin, 30.12.2011, 12:52 Uhr
Presse-Ressort von: Martin Brand Bericht 4375x gelesen
Humboldt-Box, das neue Informationszentrum
Humboldt-Box, das neue Informationszentrum  Bild: Martin Brand

Berlin [ENA] 12.12.2011 - Bisher haben über 100.000 Menschen die türkisfarbene Humboldt-Box, das neue Informationszentrum und Ausstellungspavillon zum Wiederaufbau des Berliner Schlosses auf dem Schloßplatz in Berlins Mitte, seit Eröffnung am 30. Juni 2011 besucht.

Die Humboldt-Box, das vieleckige, bläulich schimmernde fünfstöckige 28 Meter hohe temporäre Informationsgebäude "Humboldt-Box" mit den markanten Stahlträgern, das mit privaten Mitteln errichtet und betrieben wird, ist ein Ausstellungspavillon, ein Wahrzeichen auf Zeit und macht Berlin um eine Attraktion reicher. Die Humboldt-Box wurde 30. Juni 2011 eröffnet, um über die Bauarbeiten rund um das Humboldt-Forum und dessen zukünftige Nutzung zu informieren. Mit wechselnden Ausstellungen und Veranstaltungen begleitet sie die konzeptionelle Planung und bauliche Umsetzung des Kulturprojektes Berliner Schloß - Humboldt-Forum, das bis 2019 in unmittelbarer Nähe auf dem Schloßplatz entsteht.

Humboldt-Box bei Nacht
Wahrzeichen auf Zeit
Schloß Humboldt-Forum 2019

Entworfen vom Berliner Architekten-Trio Krüger, Schuberth und Vandreike strahlt die Humboldt-Box zwischen den historischen Bauten in Berlins Mitte eine futuristische Leichtigkeit aus. Es thront am Schnittpunkt der wichtigsten Sichtachsen im Zentrum der Hauptstadt, zwischen Humboldt-Universität und Rotem Rathaus, zwischen Friedrichswerderscher Kirche und Berliner Dom, zwischen Altem Museum, Neuem Marstall, Lustgarten, Fernsehturm, Brandenburger Tor und Gendarmenmarkt.

Zwischen historischen Bauten
Dachterrasse mit Berliner Dom
Wichtigste Sichtachse

Humboldt-Box ein Publikumsmagnet

Auf insgesamt fünf Geschosswerken verteilen sich unterschiedliche Erlebnisräume mit Ausstellungsflächen und Veranstaltungsbereich, ein Museums-Shop, sowie ein Terrassencafé mit Seidentapeten und königsblauer Theke neupreußisches Ambiente, wo habsburgischer Kuchen angeboten wird, und das zudem auf zwei großen Außenterrassen auf 22 Metern Höhe. Von allen Ebenen bietet sich der überwältigende 360°-Panorama-Ausblick von Berlins Mitte hinaus bis über die Stadt. Man hat das breite Band der Linden, die Dächer der Museumsinsel, die gotische Pracht der Marienkirche und die zukünftige Schloß-Baustelle unter sich liegen - wie eine Idylle von Canaletto.

Terrassencafé mit Seidentapete
Berliner Dom
Eine Idylle von Canaletto

Der Förderverein Berliner Schloß verspricht sich von der Humboldt-Box zusätzliche Spendeneinnahmen für den Bau des Stadtschlosses und erwartet jährlich 300.000 Besucher, die sich über die Geschichte des Berliner Schlosses und des Schloßplatzes, die Rekonstruktion der barocken Fassaden und die Bauplanung des Architekten Prof. Franco Stella und seiner Partner für das Humboldt-Forum informieren können. Nach jüngsten Berechnungen kostet das Stadtschloß 590 Millionen Euro. Den Mammutanteil soll der Bund tragen, rund 80 Millionen Euro müssen durch Spenden erbracht werden. Bisher hat der Förderverein 15 Millionen Euro gesammelt.

Jährlich 300.000 Besucher
Vorkriegsmodell
Modell Humold-Forum

Stadtmodell um das Jahr 1900

Auf einer weiteren Ebene stellt der Förderverein Berliner Schloß seine Arbeit vor – unter anderem mit einem riesigen Model des unzerstörten Vorkriegs-Berlin samt Stadtschloß aus dem Jahr 1900, das die Lage des alten Schlosses darstellt. Das aus Papier gefertigte Stadtmodell haben Bastler in siebenjähriger Arbeit erstellt. Geschichtsführer beschreiben für die Besucher die bauliche Entwicklung des Schlosses unter Schlüter und seinen Nachfolgern, zeigen die Balkone, wo Wilhelm II sein Rede zum Beginn des 1. Weltkriegs hielt und Karl Liebknecht eine Stunde nach Philipp Scheidemann am Reichstag seine Republik ausrief.

Vorkriegs-Berlin
Aus Papier gefertigtes Modell
Geschichte des Schlosses

Mehr Fotoimpressionen unter der Rubrik: My Gallery

Der Besuch in den ersten Wochen war überwältigend: mehr als 100.000 Besucher waren von der Ausstellung bisher begeistert. Der türkisfarbene Bau, in massivem Stahlbetonrahmen gefassten Humboldt-Box ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, donnerstags bis 22 Uhr, das Café bis 23 Uhr. Eintritt bis 15. August 2 Euro, danach 4 Euro, ermäßigt 2,50 Euro, Familienticket 7 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis 12 Jahre ist der Eintritt frei. Humboldt-Box Berlin, Schlossplatz 5, 10178 Berlin, Tel: +49 (0) 2131 224 400; www.smb.museum, www.hu-berlin.de

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