Fashion Week 2011: Berlin als Laufsteg
Berlin [ENA] 10. Juli 2011 - Berlin ist die Fashion-Metropole Deutschlands. Vier Tage lang besuchten bei hochsommerlichen Temperaturen rund 120.000 Fachbesuchern die Hauptstadt, um sich über die aktuellen Modetrends für Frühling und Sommer 2012 zu informieren.
Neben Paris, Mailand, London und New York hat sich auch die deutsche Hauptstadt sowohl modisch wie ökonomisch mit über 50 Modeschauen fest als Modestadt etabliert. Schön, schrill, bunt und sexy: Auf der Berliner Fashion Week präsentierten die Mode-Designer aus der ganzen Welt ihre neuesten Kreationen. Die Berliner Fashion Week mit ihrem weißen Zelt am am neuen Standort, am Brandenburger Tor, die nach vier Tagen am Samstag zu Ende ging, ist allen Unkenrufen zum Trotz ein großer Erfolg – modisch wie ökonomisch.
Berlin ist Modehauptstadt
Zweimal im Jahr, im Januar und Juli präsentiert die Mercedes Benz Fashion Week die aktuellen Moden und Trends. Sie ist größer, professioneller und internationaler geworden. Nach Angaben der Tourismus-Marketing-Gesellschaft Visit weilten während der Modewoche über 120.000 Besucher in Berlin, die dem Hotelgewerbe mehr als 200.000 zusätzliche Übernachtungen brachten und damit eine Wirtschaftsleistung von 118 Millionen Euro als Zugabe generierten. Und in der Tat, man konnte 24 Stunden unterwegs sein und trotzdem nicht alles wahrnehmen. Modeschauen, Showrooms, Partys, Cocktails offside, inside und dazu noch das, was sonst ohnehin in der Hauptstadt geboten wurde.
Zwei weitere wichtige Messen und Modeschauen
Nicht nur am Hauptstandort im Zelt gab es aktuelle Mode und Schauen zu sehen. Denn zahlreiche Labels haben eigene mondäne Orte für ihre Modeshows ausgewählt, etwa Hugo Boss, Michalsky, und Escada Sport oder auch Triumph. - Parallel zur Mercedes Benz Fashion Week fand auf dem ehemalingen Stadtflughafen Tempelhof die "Bread & Butter" statt, die ihren zehnten Geburtstag feierte. Bei dieser Messe ging es vom 6. bis 8. Juli vor allem um Alltagsmode. Gezeigt werden auch in den Schauen Denim, Street- und Sportswear sowie funktionale Kleidung.
Zudem ist die Bread & Butter ebenso eine Fachveranstaltung, auf der sich Aussteller, Einkäufer und Modejournalisten treffen und nur den Fachpublikum vorbehalten ist. Fein ist die Messe "Premium" ausgestaltet, die ebenfalls vom 6. bis zum 8. Juli in der "Station Berlin" logierte, dem ehemaligen Postgüterbahnhof am Gleisdreieck. Hier stöberte das geladene Fachpublikum durch die Angebote der Premium-Marken.
Mode, die tragbar und zahlbar ist
Die Mercedes-Benz Fashion Week präsentierte schöne Schauen, zeigte gute Marken und Mode, die wie immer schick, glamourös, jedoch auch solide und für unterschiedliche Typen und Vorstellungen geeignet ist. Und das Schöne ist, dass man das Meiste schon nach wenigen Wochen auch bei den Designern, Mode-Labels oder -häusern käuflich erwerben kann. Fast alle Modemacher zeigten in Berlin tragbare Mode für den Alltag,
aber auch Tragbares für den "Gala-Abend" oder anderen Anlässen, auch wenn man nicht selbst auf den Red Carpet dieser Glamour-Welt zuhause ist. Ebenso gibt es immer auch ausgefallene Mode, die nicht jedermanns Geschmack trifft und das ist auch gut so. Resümierend lässt sich feststellen, Berlin ist nicht nur Haute-Couture für Superreiche und Adelige, sondern auch für Modeliebhaber mit einem etwas kleineren Geldbeutel.
Die Geschichte der Fashion Week Berlin
Zuerst war die edle Modemesse "Premium" da, die es bereits seit 2003 in der Hauptstadt gibt. Vier Jahre später, im Jahre 2007 gesellt sich erstmals auch die "Mercedes Benz Fashion Week" dazu. 2009 kehrt sogar die "Bread and Butter" von Barcelona nach Berlin zurück. Am 6. Juli 2011 begann die neunte Ausgabe der Mercedes Benz Fashion Week, wieder in einem weißen Zelt an der Straße des 17. Juni, am Brandenburger Tor, wo sie auch zum allerersten Mal stattgefunden hatte.
Mehr Fotoimpressionen unter www.brand.en-a.de, "My Gallery"
Schon immer umstritten war der nicht gewünschte Standort der letzten Jahre, der Bebelplatz, weil in den Boden ein Mahnmal eingelassen ist, dass an die Bücherverbrennung der Nationalsozialisten im Mai 1933 erinnert. Ernstzunehmende Kritiker forderten immer wieder, den geschichtshistorischen Platz nicht für die Fashion Week zu nutzen, auch das Berliner Abgeordnetenhaus sprach sich für einen anderen Standort aus. Als Kompromiss steht nunmehr das Zelt der "Fashion Week" hinter dem Brandenburger Tor an der Straße des 17. Juni.




















































