Hauswand wird zur Tanzbühne
Düsseldorf [ENA] 31. August 2010 - Im Rahmen der internationalen Dance Biennale NRW in Düsseldorf vom 25.-28. August 2010 betanzte das Pariser Ensemble „Retouramont“ die Außenfassade des Düsseldorfer Capitol Theaters. Nur wenigen Künstlern ist es möglich, für 15 Minuten ein Publikum zu bezaubern.
Dabei hat der Gründer der Tanzcompagnie Fabrice Guillot nur einen Auszug der Choreographie „Danse des Cariatides“ im Rahmen der Tanzmesse präsentiert mit ebenfalls nur zwei statt fünf Tänzerinnen, der sie eine Hausfassade tänzelnd hinauf geschickt hat, damit sie sich, verspielten Katzen gleich, nach Licht und Schatten recken.
Nächtlicher Tanz zwischen Himmel und Erde
Es ist eine der vier Performances auf dem Gelände des Tanzhauses und des Capitols, in denen die zwei "steinernen" Gestalten aus dem Putz der Capitol Fassade hervortreten, sich langsam fortbewegen und für das Publikum sichtbar werden, einen Sprung wagen, um ein Teil einer anderen Wand über den Köpfen der Zuschauer zu werden.
Die "Kariatiden" werden an der Fassade des Capitol Theaters zum Leben erweckt. Dabei tanzten und schwebten die zwei Tänzerinnen zur Musik von Johann Sebastian Bach, die in einer orientalischen Variante gebracht wurde und ebenso auf eine sehr eigenwillige Art und Weise nach Songs unter anderem von Bonnie Tyler und Simon and Garfunkel Walzer präsentierten.
Die Pariser Compagnie „Retouramont“ trat im Rahmen der Tanzmesse NRW erstmals in Deutschland auf. Guillot, Gründer der Tanzgruppe, war professioneller Kletterer, bevor er Tanz studierte und eine Compagnie gründete. Diese verbindet Theater und zeitgenössischen Tanz miteinander und präsentiert dies nicht nur auf dem Erdboden, sondern auch in schwindelerregender Höhe an Fassaden, also quasi auf vertikaler Bühne.
Die zahlreich erschienenen Besucher erlebten somt vier wunderbare und eindrucksvolle nächtliche Tänze zwischen Himmel und Erde.
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