Mittwoch, 08.02.2023 19:11 Uhr

"Wenn der Weihnachtsmann versagt"

Verantwortlicher Autor: Brando Martino Essen, 04.02.2023, 18:33 Uhr
Presse-Ressort von: Martin Brand Bericht 12132x gelesen
Tanzszene aus
Tanzszene aus   Bild: Brando Martino

Essen [ENA] Essen - [ENA] im Rahmen der traditionellen Weihnachtsvorstellung 12.2022 der Tanzabteilung der Folkwang Musikschule Essen präsentierten Tanzschülerinnen mit und ohne Handicaps eine von Edyta Pensko choreografierte und vom Publikum mit tosendem Applaus bedachte rührende „Weihnachtsgeschichte.

Tänzerischer Höhepunkt der von Marius Bélise geleitete Tanzabteilung der Folkwang-Musikschule Essen (https://fms.essen.de/) ist immer wieder für alle Beteiligten die alljährlich stattfindende viel umjubelte Weihnachtsvorstellung, die wie auch in diesem Jahr in der voll besetzten Weststadthalle Essen besonders die jungen Tanzeleven im Alter von vier bis 14 Jahren in voller Aufregung versetzt. So auch wieder bei der von der Tanzpädagogin Edyta Pensko choreografierte, mit herzlichem Applaus und Jubelrufe bedachte Weihnachtsgeschichte "Wenn der Weihnachtsmann versagt".

Edyta Penkos Sichtweise und Interpretation über inklusiven Gruppentanz am Beispiel der Weihnachtsgeschichte: »Wenn der Weihnachtsmann versagt«. »Die Geschichte schildert, wie man mit den unangemessenen Weihnachtsgeschenken umgehen kann: wir haben im Lockdown gelernt alles alleine zu machen ( DIY). Hier bekommt ein großes Mädchen ein Geschenk, das eher für ein Kleinkind gedacht war. Anstatt zu meckern, machen sich die Freundinnen an die Sache - basteln und programmieren die Puppe so um, dass sie sogar tanzen und lachen kann.

Nun gelingt so was nicht sofort, es muss immer wieder nachgebessert werden. Gemeinsam schafft man aber alles. Und gemeinsames Tanzen ist eine tolle Sache, und zwar für jedes Kind, am besten jedoch in einer Gruppe!  Das ist auch eine Probe der Integration auf Augenhöhe. Es gibt nämlich keine „Bessere“ oder „Andere“ Kindergruppe. Besonders wenn man erlebt, wie die Kinder gemeinsam tanzen, verschwinden die Unterschiede und gleichzeitig wächst die Freude. Eine wahrhafte Teilhabe statt nur große Worte und Richtliniengetöse.  Die Arbeit mit den Kindern habe ich mit einer wachsenden Freude beobachtet und versucht zu helfen, Selbstständigkeit, Ausdruck und Kraft zu finden.«

Spontanität gepaart mit Lebensfreude

"Um Menschen mit Down-Syndrom zum Tanzen zu bewegen, bedarf es viel Geduld, Hingabe und Professionalität. Wenn es jedoch gelingt, entwickeln Trisomie 21 Betroffene unglaubliche Fähigkeiten, sich durch die Bewegung zur Musik auszudrücken und andere Menschen für ihre unterschiedliche Wahrnehmung und Ausdrucksfähigkeit zu sensibilisieren und zu begeistern", so Edyta Pensko.

Begeisterungsfähigkeit und Unbekümmertheit

ENA-Fotograf M. Brando konnte sich zuvor bei den Proben (siehe ena-Bericht: http://brand.en-a.de/) einen Einblick von Penskos „Hingabe“ mit ihren "Besonderen-Kinder" machen und war tief beeindruckt über ihre sanfte, motivierende Zugewandtheit sowie über die Begeisterungsfähigkeit und Unbekümmertheit ihrer anvertrauten Balletteleven im Alter von fünf bis 14 Jahre. Mehr Bilder unter:

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