Samstag, 25.05.2013 23:46 Uhr

Spektakulärer Wildpferdefang im Merfelder Bruch

Verfasser: Martin Brand Dülmen, 11.06.2012, 19:14 Uhr
Presse-Ressort von: Martin Brand Bericht 6634x gelesen
Kraftige Fänger beim Einfangen eines Jungwildpferdes
Kraftige Fänger beim Einfangen eines Jungwildpferdes  Bild: Martin Brand

Dülmen [ENA] 29. Mai 2012 - 50 einjährige Wildhengste wurden am letzten Maiwochenende (26. Mai 2012) bei prächtigem "Herzog von Croy-Wetter" vor rund 20.000 Besuchern in der Arena im Merfelder Bruch im Münsterland von kräftigen Fängern eingefangen und versteigert.

Der alljährliche Wildpferdefang, immer am letzten Samstag im Mai, hat eine über hundertjährige Tradition. Bei sommerlichen Temperaturen um die 26 Grad fanden sich wieder über 20.000 Besucher um das geschützte Wildpferde-Areal in Dülmen - Merfelder Bruch ein, um neben Western-Rodeo, Kutsch- und Reitvorführungen dem spektakulären Wildfpferdefang beizuwohnen. Hiebei fangen in zwei Stunden kräftig gewachsene junge Männer ohne Hilfsmittel (Lasso oder Fußschlingen) zum Gaudi der über 20.000 Besucher die einjährigen Wildhengste.

Rund 400 Wildhengste
Wagenmutige Fänger
Spektakel vor 20.000 Besuchern

Von den über 400 Pferden fassende Herde wurden die einjährigen Hengste nicht immer von den mutigen Fänger sanft getrennt, wobei der schweißtreibende Kampf Mensch gegen Wildhengst am Ende für beide unverletzt ausging. Das Ganze ist ein Spektakel für die ganze Familie, denn die Wildlinge sind besonders bei Kindern begehrt. Im Anschluss wurden die Einjährigen an interessierte Pferdefans aus aller Welt versteigert.

Mal sanft,
mal unsanft,
jedoch beide unverletzt.

Mehr Fotoimpressionen unter http://www.nrw.tv/galerie

In Dülmen/Münsterland befinden sich noch die einzig frei lebenden Wildpferde Europas in einer Herde. Seit 1907 werden sie jedes Jahr Ende Mai aus dem Merfelder Bruch in eine Arena getrieben, um die einjährigen Hengste per Hand mit vollem Körpereinsatz der Beteiligten einzufangen. Dies geschieht zum Schutz der Herde, um sie in dem rund vier Quadratkilometer großen Wildgehege des Herzogs von Croy klein zu halten und um erbitterte Rangkämpfe mit den etablierten Deckhengsten und Inzucht zu vermeiden. Würde man die Population durch den Fang nicht drosseln, würden es zu viele Tiere für dieses Territorium geben.

Fohle im Schutze der Mutter
Europas einzige Wildherde
Wildpferdefang
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