Frisch: "Ich bin auf jeden Fall dafür."
Düsseldorf [ENA] Donnerstag, 1.12.2011 - Der ehemalige Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Peter Frisch hat ein Verbot der NPD gefordert. Die NPD sei zum "Flaggschiff des Rechtsextremismus" und zu einer Stätte der Zuflucht für Neonazis geworden, sagte Dr. Peter Frisch im NRW.TV-Interview.
Journalistischer Coup bei NRW.TV - DER TAG IN NRW wird nicht nur von ehemaligen NTV-USA-Korrespondent Roger Hornè moderiert, er hat auch die Redaktionsleitung und ohne Zweifel war ihm, einmal mehr, mit der Einladung des Ex-Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz Dr. Peter Frisch ein journalistischer Coup gelungen. Die ganze Nation rätselt, wie sich der Naziterror an den Behörden vorbei, so stark entwickeln konnte.
Frisch war zunächst Chef des Verfassungsschutzes in Niedersachsen, danach stellv. Präsident des Bundesamtes und letzlich war er der Chef der Inlandsaufklärung. Den hartnäckigen Fragen Horne`s nach der Zusammenarbeit der Landes- und Bundesbehörden versuchte er auszuweichen, doch der erfahrene Journalist Hornè lies nicht locker. Letztlich musste Dr. Frisch zugestehen, dass es über die Jahre hinweg zwar einige Erfolge gegeben habe, aber auch Einiges organisatorisch falsch lief. So hätten BKA, LKA und die Landesverfassungsschützer jeweils Einzelwissen gehabt, dass nirgendwo zusammengeführt wurde. Eine Situation wie bei 9/11 in den USA.
"Einiges aus dem Ruder gelaufen"
Zur anstehenden Thematik der V-Leute befragt, war Frisch von deren Notwendigkeit zwar überzeugt, doch den bohrenden Fragen Hornè`s nach hohen bis sechsstelligen Geldzahlungen konnte er nicht ausweichen. Schliesslich gab er zu. dass in diesem Bereich sicher Einiges aus dem Ruder gelaufen sei. Untersuchungen müssten nun die Fehlerquellen entdecken und die Politik sei aufgefordert, diese abzustellen. Aufforderungen des BKA und der Bundesanwaltschaft an die Bevölkerung wachsam zu sein und mögliche Beobachtungen der Nazi-Szene zu melden, seien zwar gerechtfertigt, kämen aber etliche Jahre zu spät.
"NPD sei zum "Flaggschiff des Rechtsextremismus "
Zu lange sei es primär um den Linksextremissmus gegangen, das Wachsen der braunen Nazi-Szene sei dabei untergegangen. Vor allem auch das chaotische Untergehen der DDR habe im Osten Deutschlands einen Nährboden für die Nazis geschaffen, der sich rasch gen Westen weiterentwickelt habe. Die Frustration vieler Jugendlicher habe das Anwerben durch rechtsradikale Organisationen erleichtert. Waffen und Geld habe die Zwickauer Zelle durch Überfälle besorgt, hier könne eine bundesweite Datei bereits im Vorfeld sehr nützlich sein. Kritik gab es von beiden an der Politik, zu zögerlich seien die dort Verantwortlichen mit den Entschuldigungen bei den betroffenen Angehörigen der Mordopfer gewesen. Mehr Info: www.nrw.tv.de




















































