Dienstag, 22.05.2012 00:56 Uhr

Union Berlin glückte die Revanche gegen Dresden.

Verfasser: Peter Müller Berlin, 11.02.2012, 15:11 Uhr
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Berlin [ENA] An der Alten Försterei kommt es zum Alten Oberliga Derby aus DDR Zeiten zwischen Union Berlin und Dynamo Dresden. Die Polizei soll mit 1700 Polizisten vor Ort sein um die rivalisierenden Fans in Schach zu halten und um Ausschreitungen weitgehend zu verhindern. Sportlich gesehen sind wohl beide Teams derzeit auf Augenhöhe, werden aber sicherlich nicht in „Gefahr“ geraten ins Fußball Oberhaus aufzusteigen.

Für die Sachsen war das Saisonziel ohnehin anders ausgegeben, denn als Aufsteiger sollte lediglich erst einmal gehalten werden und dieses Ziel wird wohl sicherlich auch realisiert werden können. Union liegt auf dem 7. Tabellenplatz und ist auch von den Aufstiegsrängen einige Punkte entfernt. Den Aufstieg werden andere Vereine unter sich ausmachen. Für die Dresdner verlief die Vergangenheit alles andere als positiv in Köpenick, denn seit insgesamt 14 Jahren gelang kein Sieg gegen die Berliner. Zudem wollten die Berliner die die heftige 0:4 Schlappe in Dresden aus dem Hinspiel relativieren und begannen dementsprechend couragiert und kamen auch zu einer gewissen Feldüberlegenheit.

Vor allem der Ersatz für Kapitän Mattuschka zeigte sich dafür verantwortlich. Der Tunesier Belaid führte Regie und glänzte mit gut ausgeführten Standards, die für Gefahr sorgten. Aber auch die Dresdner waren nicht untätig und kamen gelegentlich gefährlich vor das Tor der Hausherren. Spielbestimmend waren jedoch die Unioner und kamen auch kurz vor der Pause zur verdienten Halbzeitführung. Der Dresdner Abwehrspieler Walch nahm unberechtigter-weise seine Hand innerhalb des Strafraums zu Hilfe und der in der Bundesliga erfahrene Schiedsrichter Sippel zeigte sofort auf den Punkt. Quering ließ sich diese Chance nicht entgehen und beförderte den Ball sicher ins Netz der Dresdner.

In diesem auf gutem Zweiliganiveau befindlichen Spiel hätten sich die Gäste aus der sächsischen Landeshauptstadt nicht beschweren dürfen, wenn die Hausherren ihre Torchancen besser genutzt hätten. Beide Mannschaften kamen unverändert zur zweiten Halbzeit aus den Kabinen und man durfte durchaus gespannt sein, ob die Gäste sich aus der Defensivtaktik lösen würden und dementsprechend auf den Ausgleich drängen würden. Die Gastgeber bestimmten auch zu Beginn des zweiten Spielabschnitts das Spiel und kamen durch Mosquera nach Vorarbeit von Quiring und Belaid und Kopfballverlängerung von Terodde zum vorentscheidenden Treffer zum 2:0.

Die Partie schien damit nach einer Stunde entschieden zu sein, denn die Gäste ließen Offensivqualitäten weitgehend vermissen. Offensichtlich wollten die Berliner ihre Schmach vom 0:4 vollends vergessen machen und machten weiter Druck auf die Gäste und das auch mit Erfolg, denn Terodde markierte in der 66. Minute das 3:0 Zwischenergebnis. Die Gastgeber wollten jedoch mehr und erzielten durch Terodde, nachdem ein Eckball der Gastgeber bereits abgewehrt schien, zum 4:0 und damit zum Gleichstand aus beiden Spielen einschoss. Die Gäste versuchten in der Restzeit der Spielzeit noch zum Ehrentreffer zu kommen, was jedoch nicht gelang.

Positiv ist zu bewerten, dass es vor dem Spiel und während des Spiels zu keinerlei Auffälligkeiten unter den Fans gab, man fragt sich nur, warum das nicht in jedem Spiel realisierbar ist, denn die Fangemeinden aus Berlin und Dresden gelten nicht als friedfertige Zeitgenossen. Auch auf dem Spielfeld ging es im Rahmen der Fairness zu, denn Peter Sippel aus München ließ seine Karten in den Taschen und es gab somit keine Strafen, was auch äußerst selten ist. In so einem emotionalen Spiel gilt das umso mehr.

Union Berlin gegen Dynamo Dresden 4:0 (1:0)

Union: Glinker, Pfertzel, Stuff, Parensen (90.+1 Göhlert), Kohlmann, Karl, Quiring, Ede, Belaid (73. Zoundi), Mosquera (79. Skrzybski), Terodde. Trainer: Uwe Neuhaus Dresden: Hesl, Gueye, Bregerie, Jungwirth, Schuppan, Fiel, Solga, Walch (69. Pfeffer), Trojan (67. Knoll), Poté (82. Fort), Dedic. Trainer: Ralf Loose Schiedsrichter: Peter Sippel (München) Zuschauer:18.432 (ausverkauft) Stadion An der Alten Försterei Tore: 1:0 (45.) Quiring (Handelfmeter), 2:0 (59.) Mosquera, 3:0 (66.) Terodde, 4:0 (77.) Terodde

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