Schöne bunte Medienwelt unterm Berliner Funkturm
Berlin [ENA] 8. September 2010 - Am Freitag öffnete die 50. Internationale Funkausstellung in Berlin in den Messehallen am Funkturm ihre Pforten, die offiziell von Kanzlerin Merkel eröffnet wurde. Sie ist die größte Messe der Welt für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik mit mehr als 1400 Ausstellern."Interessiert verfolgt der Regierende Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit (SPD) eine 3D-Vorführung."
3-D-Technik im Mittelpunkt.
Alle wichtigen Hersteller für Unterhaltungselektronik präsentieren Geräte, mit der man in die dritte Dimension eintauchen kann. Wenn es nach den TV-Herstellern geht, wird die 50. Internationale Funkausstellung in die Geschichte eingehen wie die vor 43 Jahren, als Willy Brandt per Knopfdruck das Farbfernsehen startete. Wieder einmal soll auf der größten Elektronikschau der Welt eine neue Dimension der Unterhaltungselektronik, die dritte eben, erobert werden, das 3-D Fernsehen.
Wenn man der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik glaubt, werden mehr als 40 Prozent der Verbraucher in den nächsten drei Jahren einen 3-D-Fernseher kaufen. Bis es so weit ist, kann die neue Technik an den vielen Ständen der wichtigen Hersteller auf der IFA ausprobiert werden. Dann müssen die Zuschauer entscheiden, ob sie tatsächlich bereit sind, spezialbebrillt im Wohnzimmer zu sitzen.
Größer, dünner, leuchtender
Auf der IFA übertrumpfen sich die Hersteller mit immer flacheren Fernsehern. In vielen Wohnzimmern stehen heute schon flache Fernseher. Doch es kommen immer neue Geräte mit noch größeren Ausmaßen auf den Markt. In Berlin zeigen immer mehr Hersteller LCD-Panels mit bis zu 65 Zoll. Bislang sind bis zu einer Größe von 37 Zoll meist LCD-TV-Geräte die erste Wahl. Bei größeren Geräten wird eher zum Plasmafernseher gegriffen. Den wohl imposantesten Plasmabildschirm zeigt Panasonic in Halle 5.2: Er hat einen Durchmesser von 150 Zoll, das sind 3,81 Meter.
Die Ifa-Welt ist eine Tafel
Nach dem Hype um Apples iPad werden auf der Ifa zahlreiche Tablet PCs vorgestellt. Der Start von Apples erstem Tablet PC iPad im Frühjahr wurde von einem mega-gigantischen Hype begleitet. Table PC-Fans erwarteten eine wahre Revolution in der Nutzung der digitalen Medien. Wohin der Trip geht, ist noch immer schwer abzuschätzen. Jedoch sicher ist, dass der Markt Platz für mehr als einen Tablet PC bietet. Auf der Funkausstellung in Berlin zeigen nun Apples Konkurrenten, wie sie sich die digitale Zukunft vorstellen. Interessant dabei: Viele der Wettbewerber setzen als Betriebssystem das von Google initiierte offene System Android ein.
Zu den weiteren Anziehungspunkten zählen neuartige Speichermedien für hochauflösende Filme ebenso wie Digitalkameras, HD-Camcorder und Handys mit vielfältigen Funktionen. Außerdem werden neue Entwicklungen wie Internet-TV vorgestellt. Das Angebot wird ergänzt durch zahlreiche Unterhaltungsshows.
Neue Zielgruppe: Kinder
Kinder scheinen wohl eine neue Zielgruppe für die Funkausstellung zu werden. Der Kölner Fernsehsender Super RTL verwandelt erstmals eine ganze Messehalle in eine bunte Erlebniswelt für kleine Besucher. Und mit den technischen Neuheiten werden längst auch die jüngsten Kunden angesprochen.
Elektronic für Senioren sind noch rar
Ob Fernseher, Hausgerät oder Telefon - es gibt kaum Geräte, die auf Senioren zugeschnitten sind. Die Industrie müht sich wenig um die wachsende und zahlungskräftige Kundschaft. Muss sie auch nicht, denn die Alten kaufen ihre Produkte auch so. Man beobachtet es im Elektronik-Discounter, ältere Menschen, die mit der Welt von Smartphones und Flatscreens ihre Mühe haben. Berater palavern von Widgets und Apps, von HDTV, IPTV, CI+ und HDMI, bis dem Kunden der Kopf raucht. Er will nur die wichtigsten Funktionen und eine einfach Bedienung. Auf der Funkausstellung in Berlin forderte selbst die erst 56 Jahre alte Bundeskanzlerin bedienerfreundlichere Geräte.
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